Mit Hochdruck kühlen und drehen

Insbesondere in der Luftfahrt werden beim Bau von Triebwerken große Bauteile aus harten Werkstoffen (Titan- und Nickelbasislegierungen wie Inconel sowie hochfeste Stähle) zerspant. Dabei kommt es auf Prozesssicherheit und Prozessgeschwindigkeit an. Ein großes Problem sind neben den sehr hohen Temperaturen (schneller Werkzeugverschleiß) vor allem die langen Späne. Die rollen sich auf zu „Engelslocken“ und drohen die Oberflächen zu zerkratzen. Das kann bei minimalsten Toleranzen zur kostspieligen Unbrauchbarkeit des Bauteils führen.

Zur Vermeidung dieses Effekts hat Monforts ein System zum Einsatz von Hochdruck-Kühlschmiermitteln entwickelt. Über eine spezielle Kupplung wird der Kühlmittelkanal direkt zum Werkzeug geführt und das Kühlschmiermittel mit bis zu 350 bar zwischen Werkzeug und Span geblasen. Das hat mehrere Vorteile: Der Span bricht dank Thermoschock in kleine Stücke und kann kontrolliert vom Bauteil weggeführt werden – eine Beschädigung des Werkstücks wird verhindert. Zudem sind die Standzeiten der gekühlten Werkzeuge deutlich länger und beim Drehen lassen sich höhere Geschwindigkeiten erzielen.